HSEEttlingen





HARMONIKA-SPIELRING ETTLINGEN e.V.

2011 Gastkonzert

in Aalen

Presseberichte

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 Pressebericht "Schwäbische Post" - HELMUT BANSCHBACH - Aalen-Hofherrnweiler

Tarzan und Kaiserwalzer

Herbstkonzert der Harmonikafreunde und des Spielrings Ettlingen im Weststadtzentrum

Noch ist Herbstzeit. Entsprechend war das Konzert der Harmonikafreunde Aalen nicht auf die bevorstehende besinnliche Adventszeit ausgerichtet, sondern bot als Doppelauftritt mit dem Harmonika-Spielring Karlsruhe- Ettlingen ein facettenreiches Programm durch die bunte Musikwelt, von "Brasil" bis "Tarzan".

Die Harmonikafreunde wollen bei ihren Konzerten immer etwas Besonderes bieten, So auch diesmal im Weststadtzentrum, wo die außergewöhnliche, weil schwäbisch-badische Verbindung Aalen-Karlsruhe in der Besonderheit eines gemeinsamen Spielers bestand.

Der Vorsitzende der Aalener Musiker, Thilo Ognibeni lebt und arbeitet seit geraumer Zeit in der badischen Metropole. Und es dauerte nicht lange, bis er seine Finger auch dort spielerisch fit hielt, in dem er dem Spielring beitrat.

Beim letzten Herbstkonzert der Aalener, dem auch einige badische "Spione" beiwohnten, wurde die Idee zu einem gemeinsamen Auftritt geboren. Und die rund 50 Musiker aus beiden Vereinen haben es nicht bereut -- das Aalener Publikum in der voll besetzten Halle war begeistert von den abwechslungsreichen Darbietungen. Natürlich lud daraufhin der Ettlinger Vorsitzende Bernhard Link die Aalener zum Gegenbesuch in die Fächerstadt.

Das Schülerorchester und das Jugendensemble unter Leitung von Anja Speich eröffneten den Abend mit beschwingten Tango- und Cha-Cha-Cha-Weisen sowie Auszügen aus Oliver Twist. Zusammen mit den Diatonikern stellte Barrosos "Brazil" einen Höhepunkt des ersten Programmteils dar.

Die Diatoniker selbst, deren Instrument sich vom herkömmlichen Akkordeon dadurch unterscheidet, dass Töne nicht nur durch Zug, sondern auch durch Druck erzeugt werden, gefielen mit „Plaisir d’amour" von JPE Martini und einem rustikalen "Großstadtbummel" unter Dieter Haas.

Nach der Pause dirigierte Erwin Schuster das Aalener Hauptorchester zunächst beim Kaiserwalzer von Johann Strauss (Sohn), der ja aus vier Walzern besteht und deshalb sowohl leise und sehnsuchtsvoll als auch strahlend und hell von den Musikern polyphon und harmonisch intoniert werden kann.

Mit der "Rhapsodia Andalusia" von Adolf Götz entführte Schuster in ferne musikalische Welten mit arabischen Elementen, wobei die Akkordeons sogar tänzerischen Schwung aufnahmen. Bei "Rock around the clock" ließen sie es mächtig rocken und da blieb auch mancher Zuhörer nicht hocken, sondern klatschte stehend Beifall.

Das Gastorchester unter Leitung seines Dirigenten und Arrangeurs Bernd Steinbrenner wartete zunächst mit dem besinnlichen und leicht melancholischen "Concerto" (Reverberi/Pavesi) auf, bei dem man durch eine einsame nächtliche Pariser Straße zu gehen scheint, bevor man das laute und lebhafte Viertel Montmartre erreicht. Schwer zu spielen "Ein Hochzeitstag auf Troldhaugen" des Norwegers Edvard Grieg, das eigentlich ein lyrisches Klavierstück ist. Bei Disneys "Tarzan" zeigte das Ettlinger Orchester zu den Kompositionen von Phil Collins, dass man auch im Badischen volkstümliche Wurzeln um zeitgenössische Stile erweitert hat.

Fulminant intonierten dann beide Orchester den Radetzky-Marsch von Johann Strauß sen. zum Abschluss und nach minutenlangem Beifall präsentierten Erwin Schuster und seine "Band" als Zugabe den kontrastreichen "Skandal um Rosi" der Spider Murphy Gang.

© Schwäbische Post 27.11.2011

 Pressebericht "Stadtnachrichten Aalen - schwaebische.de" - AALEN-HOFHERRNWEILER / jo

Harmonikaspieler kommen gemeinsam zum Ziel

Unter dem Motto "Gemeinsam zum Ziel" haben die Harmonika Freunde Aalen (HFA) und der Harmonika Spielring Ettlingen (HSE) im Weststadtzentrum aufgespielt und die zahlreichen Zuschauer mit ihrem Können überzeugt. Mit dem "Brudenell Waltz", einem Tango und ChaChaCha hat das Schülerorchester das Konzert eröffnet.

Danach folgte das Jugendensemble, bevor das Schülerorchester zusammen mit den "alten Hasen", den Diatonikern, mit "Brazil" südamerikanisches Flair auf die Bühne zauberte und mit diesem Stück "generationenübergreifend" den ersten Höhepunkt des Abends erklingen ließ. Anders als beim Akkordeon, erklingen bei den diatonischen Instrumenten verschiedene Töne beim Ziehen oder Drücken, erklärte Christine Appt von den HFA.

Nach der Pause läutete das Hauptorchester mit dem "Kaiserwalzer" den zweiten Teil des Abends ein, durch den Dirigent Erwin Schuster sehr humorvoll führte. So lud er einen der Zuschauer zu einem Glas Sekt ein, weil dieser erkannt hatte, dass bei der Intonation des Kaiserwalzers vier Walzer von Johann Strauß verarbeitet wurden. Gerade beim Walzer kam das sehr gefühlvolle Spiel der Orchestermitglieder zur Geltung. Spanisch und arabisch wurde es bei der "Rhapsodia Andalusia". Mit Edward Griegs "Hochzeitstag auf Troldhaugen" und Walt Disneys "Tarzan" bewies der HSE, dass die Akkordeonmusik ihre volkstümlichen Wurzeln um zeitgenössische Stile erweitert hat.

Die Verbindung zu dem badischen Verein sei durch den Vorsitzenden der HFA, Thilo Ognibeni, zustande gekommen, der seit geraumer Zeit in Karlruhe lebt und arbeitet, erklärte Appt. Es habe nicht lange gedauert, bis er seine Finger auch in der neuen Heimat spielerisch fit halten wollte und so sei er dem HSE beigetreten, sagte Appt. Fulminant und mit "großem Orchester" wurde am Schluss von beiden Orchestern der "Radetzky Marsch" gespielt und mit einem großen Beifall des Publikums belohnt.

Erschienen: 28.11.2011 20:55

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